Symmetriewoche bei den Anakondas

Eine Woche lang drehte sich bei den Anakondas alles um das Thema Symmetrie. Was das eigentlich ist und wie man Chaos in Symmetrie bringt, lernten die Kinder ganz anschaulich in vielen spannenden Spielen und Übungen. Als oberste Regel galt dabei immer absolute Ruhe, was gar nicht so einfach war, aber sehr wichtig für die Konzentration. Die Kinder durften ihr Klassenzimmer zuerst kräftig umgestalten. Umgedrehte Tische, gestapelte Stühle, kurz – ein riesiges Durcheinander war das Ergebnis. Im Anschluss wurde eine Symmetrieachse mitten durch den Raum gezogen. Nacheinander sollten die Kinder dann die Möbel und Gegenstände im Raum in Symmetrie bringen. Auf einem Ausflug in die Umgebung der Schule konnte auch viel Symmetrisches entdeckt werden wie Klettergerüste, Balkone, Autos usw.. Auch viele Buchstaben sind symmetrisch. Zudem wurde jedes Kind fotografiert und die Gesichtshälften gespiegelt. Dabei fiel auf, dass nicht jeder symmetrisch ist.

Viel Spaß hatten die Kinder beim symmetrischen Musizieren. Entlang der Symmetrieachse postierten sich die Kinder mit verschiedensten Instrumenten, ein Kind dirigierte das originale Orchester und die Kinder auf der anderen Seite der Symmetrieachse versuchten, dies identisch nachzuspielen. So langsam wurde auch dabei aus Lärm ein fast rhythmischer Gleichklang.
Während der gesamten Woche arbeiteten die Anakondas mit allen Kaplasteinen, die in der Schule zu finden waren. So entstand eine riesige symmetrische Stadt im Raum, was für die Kinder auch das Highlight der Woche war.

Für die Pädagogen war sehr spannend zu beobachten, wie die Kinder von Tag zu Tag genauer wurden. Deutlich wurde das auch beim Abschlussspiel. Ein Bild aus Süßigkeiten sollte auf einem Brett mit zwei Symmetrieachsen entstehen. Besonderer Anreiz war, dass alle Süßigkeiten, die am Ende der Übung exakt symmetrisch daliegen, auch gegessen werden durften. Ganz still, mit stummen Absprachen, wurden immer mehr Gummibärchen aufgelegt. Gegen Ende des Spiels, das erstaunliche 45 Minuten in absoluter Stille ablief, konzentrierten sich die Kinder nochmal genau darauf Abstände zu messen, zu korrigieren oder zu ergänzen, um absolute Symmetrie herzustellen und natürlich so viel wie möglich naschen zu können.
Krönender Abschluss der Symmetriewoche war das symmetrische Frühstück. Symmetrisch den Tisch decken, gleiches Essen auf dem Teller und natürlich symmetrisch essen ist mit 4 Kindern und 2 Symmetrieachsen gar nicht so leicht. Viel Spaß hatten die Kinder in dieser Woche beim Lernen. Am schwierigsten war für alle jedoch das Schweigen.

Neueste Beiträge